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Ölauszüge aus Wildkräutern einfach selber machen

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Ringelblumenöl, Johanniskrautöl, Beinwellöl & Co

Zur Herstellung von  Naturkosmetik, das heißt für alle Salben, Cremes, Körperlotionen, die Lippenpflege aber auch für Seifen benötigen wir als Basis und Hauptzutat Pflanzenauszüge in Öl. Es gibt zwei tradtitionelle Wege diese Ölauszüge herzustellen. Den Kalt- oder Warmauszug. Ich persönlich bevorzuge den Kaltauszug, da dieser meiner Meinung nach die wertvollen, heilenden Inhaltsstoffe der verschiedenen Kräuter schonender und vollständiger heraus zieht. Ein Nachteil ist nur, dass die Gefahr des Schimmelns größer ist und deswegen ein paar wichtige Punkte zu beachten sind.

Neben dem Einsatz zur Herstellung von Naturkosmetik kannst Du die wertvollen Öle natürlich auch in der Küche verwenden, als Salatöl oder auch als Nahrungsergänzung.

In der Fachsprache wird der Prozess des Pflanzenauszug „Mazeration“ (aus dem Lateinischen:  maceratio, macerare = einweichen) genannt. Das Endprodukt ist entsprechend ein „Mazerat“. Mazerate können Wasserauszüge sein (Tees), Tinkturen (in Alkohol) oder eben auch Ölauszüge (in fetten Ölen).

Für den kalten Ölauszug, den ich in diesem Artikel beschreiben will, ist es wichtig:

  • dass die Kräuter an einem trockenen, am besten sonnigen Tag und idealerweise kurz vor Mittag geerntet werden. Denn dann ist die Konzentration der Inhaltsstoffe am höchsten.
  • Anschließend wird das Pflanzenmaterial im Schatten ein paar Stunden angetrocknet. Dies beugt einer möglichen Schimmelbildung vor.
  • Als nächstes benötigen wir ein Glas mit Deckel, das wir locker mit den angetrockneten Blüten bzw. Pflanzen oder getrockneten Wurzeln (wie z.B. beim Beinwell) befüllen. Bei getrocknetem Füllgut reicht es aus, wenn die Hälfte des Glases befüllt ist, bei angetrockneten Blüten und Pflanzteilen kannst Du das Glas bis zu zwei Finger breit unter den Rand befüllen.
  • Vor dem Befüllen des Glases empfiehlt es sich dieses und besonders die Innenseite des Deckels mit ein paar Tropfen hochprozentigen (38%) Alkohol zu besprühen. Auch diese Maßnahme dient der Vorbeugung gegen Schimmelbildung.
  • Auf die Blüten bzw. Pflanzenteile gießen wir nun Öl. Vorzugsweise Oliven- oder Jojobaöl, da diese auch oxidationsstabil sind. Wichtig ist, dass alle Pflanzenteile vom Öl umspült und bedeckt sind!
  • Jetzt kommt das Glas an einen warmen Ort. Auf die Fensterbank (möglichst nicht in die direkte Sonne) oder in den warmen Dachboden oder auch neben den warmen Ofen.
  • Wichtig: Das Glas muss nun mindestens einmal täglich geschwenkt und umgedreht werden, damit sich die Wirkstoffe gut verteilen und widerum der Schimmelbildung entgegengewirkt wird.
  • Nach 2 Wochen ist der Auszug fertig und kann abgefiltert werden.
  • In dunkle Flaschen abfüllen und kühl lagern bzw. direkt verwenden.

Dies ist die grundsätzliche Herangehensweise je nach Pflanze benötige ich unterschiedliche (An)teile der jeweiligen Pflanze. Ich werde im nächsten Beitrag neben einem Grundrezept zur Salbenherstellung auch auf einzelne spezielle Öle eingehen. 

 

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2 Gedanken zu „Ölauszüge aus Wildkräutern einfach selber machen

  1. Super Heike, ich werd Deinen Blog sehr interessiert weiterverfolgen und natürlich fleißig mitmachen. Liebe Grüße Anne

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