Anleitungen

Drei Heilöle & Salben herstellen

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Ringelblumen, Johanniskraut und Harz -öl bzw. -salbe, die drei Öle, die in meiner Haus- und Reiseapotheke nie fehlen!

Für das Ringelblumen-Auszugsöl zupfst Du die Blütenblättchen der frisch geernteten Blumen und lässt diese ein paar Stunden im Schatten trocknen. Diese füllst du dann in ein Schraubglas und begießt sie mit Öl. Nach zwei Wochen (bitte nicht vergessen: täglich schwenken!) ist das Öl fertig! Du kannst es abfiltern und in eine dunkle Flasche füllen zur direkten Verwendung oder zu einer Salbe weiter verarbeiten.
Das vollständige Rezept zum erfolgreichen Kaltauszug von Pflanzen mit Öl findest Du im Beitrag „Ölauszüge aus..“

Das Ringelblumenöl wirkt äußerlich angewendet hautregenerierend, entzündungshemmend und wundheilend. Innerlich angewendet wirkt es stimmungsaufhellend.

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Zur Herstellung des Johanniskrautöl (auch Rotöl genannt wegen der besonderen Farbe, die es annimmt!) nimmst Du das obere Drittel der Pflanze – Blüten, Blätter und Stiele – und befüllst damit Dein Schraubglas. Das Ganze widerum mit Öl aufgießen. Anschließend kommt das Glas in diesem Fall in die pralle Sonne, denn nur so nimmt das Öl die wunderschöne rote Farbe an. Nach zwei Wochen wird abgefiltert und abgefüllt. Wenn das Öl schnell in die Haut einziehen soll, eignet sich besonders gut ein Mandelöl.

Johanniskrautöl hilft wunderbar bei äußeren, und auch bei Muskel- und Nerven-Entzündungen! Es unterstützt die Pflege empfindlicher, unreiner oder entzündeter Haut. Darüberhinaus verhindert es die Entstehung auffälliger, wulstiger Narben und hilft bei Sonnenbrand und Verbrennungen. Aber Vorsicht: es steigert auch die Lichtempfindlichkeit der Haut. Daher sollte die Haut nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden, wenn Johanniskraut angewendet wird.

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Das Harzöl ist eines der wenigen Öle, die nicht als Kaltauszug hergestellt werden können. Das gesammelte Harz (in Bayern auch „Pech“ genannt) muss in Öl erhitzt werden, damit es sich löst und die Rinden- und Schmutzteile abgesiebt werden können. Für eine wirkungsvolle Salbe sollte altes und frisches Harz von Nadelbäumen (Fichten, Tannen, Kiefern oder Lärchen) 1:1 gemischt werden. Pro 100ml Olivenöl kommen ca. 40gr Harz in einen alten Topf und werden bei niedriger Hitze rund eine Dreiviertel Stunde „ausgezogen“. Anschließend absieben und in Flaschen füllen.

Das Harz hat eine Vielzahl an heilenden Eigenschaften. Es wirkt gleichzeitig antibakteriell & antiviral und desinfizierend. Es fördert die Durchblutung und wirkt wundheilend, erweichend und wärmend – vor allem bei kalten Füßen. Darüberhinaus wirkt es schmerzlindernd bei rheumatischen Beschwerden und Muskelverspannungen.

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Aus all diesen Ölen können wir nun auch eine Salbe herstellen, wenn wir die wertvollen Wirkstoffe in einer anderen Konsistenz und damit außerdem mit einer besseren Streichfähigkeit erhalten wollen.
Ein Rezept zur einfachen Salbenherstellung findest Du hier:

Früher wurden Salben in der Regel mit Schweineschmalz hergestellt, dies ist allerdings auf Grund der nur sehr kurzen Haltbarkeit nicht mehr üblich. Gängig ist die Zubereitung mit verschiedenen Ölen, die dann mit Wachsen und gegebenenfalls unter Zugabe von pflanzlichen Fetten wie z.B. Kakao- oder Sheabutter zur Konsistenzverbesserung gefestigt werden.

Grundrezept für 1 Salbenglas (30ml)

30ml Kräuterauszugsöl
3 gr Bienenwachs (rückstandsfrei)

Öl in einen Topf füllen und auf ca. 40°Grad erwärmen. Wachs darin schmelzen lassen. Sobald das Wachs geschmolzen ist, vom Herd nehmen und noch etwas kalt rühren. Anschließend in kleine Salbengläser abfüllen. Wichtig: Das Salbenglas erst nach dem vollständigen Erkalten mit dem Deckel verschließen (am besten über Nacht offen stehen lassen!), damit die Feuchtigkeit vollständig entweichen kann.


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