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Brot backen – heute: „Malte-Brot“

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Im letzten Jahr habe ich mich zur leidenschaftlichen Brotbäckerin entwickelt. Davor habe ich schon immer mal wieder das ein oder andere Brot gebacken, doch die Leidenschaft blieb noch aus. Auf unserer Reise durch Europa & Zentralasien hat sich das eindeutig verändert.

Aus früheren Reiseerfahrungen war mir bewusst, dass mir sehr bald ein gutes Brot abgehen würde, da es meiner Meinung nach nur wenige Länder mit einer derartigen Brotvielfalt wie Deutschland gibt. Meine Entscheidung stand deshalb schnell fest, dass ein Sauerteigansatz im Reisekühlschrank nicht fehlen darf. Dieser ist mir allerdings relativ bald kaputt gegangen, da ich in den ersten Wochen und Monaten noch zu viel mit anderen Dingen beschäftigt war, bevor sich ein gewisser Reisealltag eingestellt hat, der mir dann auch Zeit und Raum zum Brotbacken gelassen hat. Ende Juli habe ich mir dann in der Mongolei einen neuen Sauerteig angesetzt und dieser begleitet uns seitdem, wird immer besser und hat uns bis jetzt einen großen Haufen leckerster Brote beschert.

Vom einfachen Weizenbrot, zum Dinkel-, Roggen- und MIschbrot. Mit Körnern, Samen, Haferflocken und was immer halt gerade zu finden war.

Auch die Teigzubereitung, die Ruhezeiten und die Art des Backens variierten stark, je nach den Gegebenheiten vor Ort. Gelernt habe ich auf jeden Fall, dass es nicht zwingend notwendig ist, sich an genaue Rezeptangaben zu halten. So wie ich koche, nämlich einfach nach Gefühl, backe ich jetzt auch Brote. Ich messe die Flüssigkeit nicht ab, sondern füge nach und nach ein wenig Wasser hinzu bis sich der Teig gut kneten lässt . Nicht zu pappig, nicht zu fest und auch nicht zu flüssig. Anfangs habe ich bei einem 1,5 kg Brot noch ein bisschen Hefe zum Sauerteig dazu gegeben. Mittlerweile ist der Sauerteigansatz schon so aktiv, dass ich das nicht mehr brauche, wenn ich ihn mindestens 12 Stunden vor der nächsten Teigzubereitung wieder anfüttere. Wichtig ist in jedem Fall eine möglichst lange Ruhe- und Gehzeit für den Teig (zwischen 6-10 Stunden).

Gebacken habe ich das Brot häufig im Dutch-Oven im offenen Feuer bzw. mit der Glut. Dabei habe ich festgestellt, dass es in der Regel nur ganz wenig Unterhitze, dafür mehr Oberhitze benötigt und dass die Backzeit variiert je nachdem welche Außentemperaturen vorherrschen. Aber auch im Gas- oder Elektroofen gelang das Brot eigentlich immer.

Heute haben wir ein „Malte-Brot“ gebacken! Dies ist keine spezielle Brotbackmischung oder ein unbekanntes Gewürz ;-)… Bei uns wird mittlerweile jedes Brot „Malte-Brot“ getauft, dass ein bisschen zu viel Farbe und eine wunderbare krosse Kruste abbekommen hat. Malte ist ein Freund, ebenfalls Weltenbummler, den wir auf unserer Reise kennengelernt haben und der zu unser aller Freude häufig in der Früh das Brot getoastet hat. Seins war dann immer das Schwärzeste und er war begeistert!

Für das heutige Malte-Brot habe ich ca. 300g Sauerteig mit ungefähr 350g Weizenmehl und 500g Roggenmehl gemischt. Dazu gab es eine Handvoll Sonnenblumenkerne, zwei Handvoll Haferflocken und 1 Handvoll Kürbiskerne. Außerdem 1,5 EL Salz, 1/2 TL gemahlener Koriander, 1 TL brauner Zucker und ein wenig lauwarmes Wasser. Alles gut durchgeknetet und dann 8 Stunden ruhen lassen. Im Elektroofen der Unterkunft, die wir gerade bewohnen, dessen Temperaturregelung leider kaputt war, wurde es dann insgesamt 65 Minuten gebacken. UND ES SCHMECKT & KRACHT!!!

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